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Das Kloster Arkadi

 

 

 

Der Name des Klostmers stamt  vom Mönch Arkadios, der hier in den Zweigen eines Zypressenbusches ein Madonnenbild fand. Das Kloster wurde erstmals im Auftrag des Kaisers Heraklios 610 - 641 n Chr. erbaut. Die heutigen Bauten stammen hauptsächlich aus dem 16. Jh. Die Klosterkirche selbst wurde 1587 in vielen, unterschiedlichen Stilrichtungen erbaut.  Eindrucksvoll steht das Bauwerk heute in der glitzernden Sonne Kretas. Am 8 November 1866 ging das Kloster unsterblich in die Geschichte Kretas ein.
Nach der großen Revolte gegen die Türken, schütze und beherbergte das Kloster viele Verfolgte. Insgesamt waren am 1 Mai 1866 1500 Frauen, Kinder alte Männer und Freiheitskämpfer im Kloster versammelt, um gegen  erneute Steuererhöhungen zu protestieren.
Der Pascha Imail von Rethymon drohte dem Abt Gavriel mehrmals mit der Niederbrennung  des Klosters, wenn er die Rebellen nicht vertreiben würde. Aber umsonst der Schutz der Verfolgten  wurde nicht aufgehoben.
Die Türken begannen mit dem Generalangriff. General Koroneos erhielt das Kommando zur Klosterverteidigung . Er erkannte, dass ein Kampf auf Leben und Tod bevorstand. Er befahl den Frauen mit den Kindern, das Kloster zu verlassen, die Frauen jedoch wollten das Schicksal ihrer Männer teilen und blieben im Kloster.
Der Pascha Imail sammelte ca. 22000 Mann und begann am 8. November 1866 das Kloster zu belagern.
Aber erst einen Tag später, konnten  die Türken das  Klostertor sprengen und in die Anlage eindringen.. 
Freiheit oder Leben war der Verzweiflungsschrei der im Kloster verschanzten  Kreter, --- sie entschieden sich für den Tod.
Als sich schon viele Türken im Klosterhof befanden, zogen sich die Frauen und Kinder ins Pulvermagazin zurück. Sie warteten, bis die Türken das Tor zum Arsenal aufgebrochen hatten, dann gab Abt Gavriel das Zeichen an Kostis Jamboudakis, der die in die aufgestellten Pulverfässer schoss.
Die gewaltige Detonation des hochgerissen Tonnengewölbes soll bis nach  Rethymon gehört worden sein...
Einige Rebellen überlebten den Angriff und die Explosion. Sie wurden sogleich auf den Tischen im Refektorium (Speisesaal) enthauptet.  Man sieht die Einschnitte heute noch...
114 Kreter überlebten das Blutbad und gerieten in Gefangenschaft.
Die 964 Kreter nahmen 1800 Türken mit in den Tod. Das Martyrium  von Arkadi ging durch die Weltpresse und lenkte die Aufmerksamkeit der 'Großen' der damaligen Zeit auf den Befreiungskampf der Kreter.
Nicht umsonst war das Opfer --- 30 Jahre später mussten die Türken Kreta räumen.