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Gortys

Die Römer nannten die Messera-Ebene, deren Hauptstadt Gortys war, die Getreidekammer des kaiserlichen Roms. In ihrer Blütezeit hatte die Stadt ca. 300000 Einwohner. Lange zuvor war Gortys eine geistige Metropole, die auch von Plato gerühmt wurde. 2500 Jahre alte Gesetze sind in die Wand des Odeon gemeiselt.
Am 23.12.250 starben hier 10 Christen unter Kaiser Decius den Märtyrertod. Heute erinnert der Name des Dorfes Agia Deka (zehn Heilige), das nahe bei der antiken Stadt liegt, an den Tod dieser Märtyrer. Spuren, der auf Kreta verehrten Heiligen befinden sich noch an zwei Stellen.

Von den heute noch erhaltenen antiken Stätten fällt das römische Odeon (heute würden wir dazu Stadthalle sagen) sofort ins Auge. Die Römer verwendeten zum Aufbau des Odeon ältere, behauene Steine eines dorischen Bauwerks.

Am Rande der antiken Stadt steht die Titus-Basilika.

Byzantinische Titus-Basiliska/Maus über Bild Karte

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das römische Odeon

Seine Berühmtheit erlangte Gortys durch das Gesetz des gerechten und weisen Königs Minos, das über Generationen hinweg mündlich überliefert wurde, bis es wahrscheinlich unter Thaletos in Stein gemeisselt wurde. Das Stadtrecht wurde in einem archaisch-dorischen Dialekt abgefasst und in ort bustrophedicus (wie der Ochse pflügt)  in die Steinplatten gemeisselt. Die 2500 Gesetze stellen den ältesten Kodex im Abendland dar. ochse.jpg (3932 Byte)
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das heute noch erhalten, und vollständig entzifferte Gesetz von Gortys

(c) Wolfgang Bella 1979-1999 letzte Ă„nderung Mittwoch 21.12.2013