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Der Palast von Knossos

Die Ausgrabung

1878 grub Mions Kalokairinos einige Vorratskrüge aus, die er an Musen in Europa verschenkte.
Auch Heinrich Schliemann, zu jener Zeit durch Funde in Troja schon weltberühmt, hätte gerne in Knossos gegraben, wurde aber 1886 mit dem Besitzer des Geländes nicht handelseinig. Arthur Evans, britischer Museumsdirektor und Ethnologe, kaufte das Grundstück 1894 und begann 1900 mit den Ausgrabungen.
Die eigentliche Entdeckung der minoischen Kultur Kretas begann am 23. März 1900 mit dem ersten Spatenstich durch den Briten Arthur Evans. Innerhalb von sechs Jahren grub er  einen Gebäudekomplex von 13.000 qm Fläche aus.
 

Die allzu großzügige Verwendung von Beton und bunter Farbe ließ aus den in Jahrzehnten mühevoll ausgegrabenen Funden ein Betondorf entstehen.

Die gesamte Anlage ist markant durch eine Nord-Süd-Achse in einen großen Osttrakt mit zahlreichen Räumen und einen ebenso großen Westtrakt mit dem Thronsaal und den Magazinen gegliedert. 
Der Geologe Hans Georg Wunderlich vertritt die Auffassung, dass der Palast ein Friedhof der Antike sein könnte.

 

siehe:
Wunderlich, Hans Georg: Wohin der Stier Europa trug. Kretas Geheimnis und das Erwachen des Abendlandes. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag 1972