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der Palast von Malia
malia.jpg (11154 Byte)Ein schmaler Weg führt östlich von Malia zu der antiken Hafenstadt. Bis heute sind weder der genaue Name des Palastes noch der des Königs, der ihn erbaute bekannt. Alte Sagen bringen den  Palast mit dem Bruder des König Minos Sarpedon in Verbindung, der wie die Überlieferung berichtet, unsterblich in den Knaben Miletus verliebt war. Wegen dieser Zuneigung wurden die beiden von König Minos aus Kreta verbannt.
In Malia wurden  verschiedene Räume freigelegt, die z. Teil älter sind als die großen Paläste von Knossos und Phaistos.  Die jüngsten Maueren wurden häufig direkt auf die älteren aufgesetzt.  Fundierte Beweise für eine neusteinzeitliche Besiedlung dieser Gegend  fehlen bislang noch. 
Der Palast wurde gleichzeitig mit Knossos und Phaistos ab ca. 2000 vor Chr. erbaut und um 1700 vor Chr. durch das große Erdbeben zerstört (Theorie wird bestritten, da auch die schlimmste, vorstellbare Flutwelle die hochgelegen Paläste nicht hätte erreichen können). Ausgegraben wurde der Palast 1921
von einem französischen Archäologenteam. Im antiken Malia wurde im Gegensatz zu Knossos nicht an den antiken Bauten 'nachgebessert' . Hier sind nur die Fundamente zu bestaunen.

 

Blick über die Ausgrabung

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Kernos

in einer Ecke des Zentralhofs befindet sich der Kernos, eine Opferschale. Die vielen Vertiefungen wurden mit Getreiden, Samen und Früchten gefüllt. Die als Opfergaben einer Gottheit dargebracht wurden.

 

Fundamente der Kornspeicher

(c) Wolfgang Bella 1979-2005 letzte Ă„nderung Donnerstag 22.12.2005